Lokale Sehenswürdigkeiten in der deutschen Stadt Offenbach

Wenige Kilometer flussaufwärts von Frankfurt am linken Mainufer liegt die Stadt Offenbach. In der Vergangenheit waren zwei der großen Industriezweige in Offenbach Lederherstellung und Typografie. Heute gibt es zu beiden Gewerken hochkarätige Museen.

Die Stadt hat im Zweiten Weltkrieg großen Schaden genommen, aber ihre Renaissance- und Barockpaläste, in denen einst der hessische Adel lebte, waren größtenteils intakt und verdient einen Umweg. Das Mainufer wurde in den letzten Jahrzehnten regeneriert, während das Westend eine wohlhabende Gegend mit opulenten Villen aus der Jahrhundertwende ist, die für die Bourgeoisie erbaut wurden. Und jeden Dienstag, Freitag und Samstag geht es aus Frankfurt nach Offenbach zum fantastischen Outdoor-Markt.

Entdecken Sie die besten Attraktionen in Offenbach:

1. Isenburger Schloss

Der schwedische König Gustav II. Adolf hielt sich in den frühen dreißiger Jahren des Dreißigjährigen Krieges hier auf, um mit Frankfurt zu verhandeln.

Das Isenburger Schloss war damals die Residenz der Grafen von Isenburg-Offenbach, die bis 1800 die Fürsten von Isenburg und Büdingen wurden.

Der heutige Palast ist einer von vier Flügeln, und wenn Sie auf der Südseite des Schlossplatzes stehen, können Sie einige Minuten verlieren, wenn Sie die Arkade, die Loggia und die Skulptur auf den Reliefs, Friesen, Pilastern und Karyatiden studieren.

Das Schloss befindet sich heute im Besitz der Hochschule für Kunst und Design Offenbach, in der sich die Fakultäten für Fotografie und Grafikdesign befinden.

2. Schloss Rumpenheim

Schloss Rumpenheim ist etwas jünger und wurde ab 1736 Residenz der Landgrafen und Fürsten von Hessen-Kassel.

Die Architektur ist eine Fusion aus Barock und Neoklassizismus. Zu den historischen Persönlichkeiten, die hier im 19. Jahrhundert verweilten, gehörten Franz Joseph I. von Österreich, der zukünftige britische König Edward VII. Und die dänischen Könige Christian IX. Und Friedrich VIII. Als der hessische Staat nach dem österreichisch-preußischen Krieg annektiert wurde, verfiel die Immobilie und wurde erst in den 70er Jahren wiederbelebt.

Jetzt beherbergt der Palast Kondominien, und der wunderschöne Park am Flussufer ist für die Öffentlichkeit zugänglich, mit Wald, Rasenflächen und herrlichem Blick auf den Palast.

3. Büsing Palais

Das Büsing Palais, eines der großen Wahrzeichen von Offenbach, ist ein anmutiges ehemaliges Herrenhaus, das jetzt für Kongresse und Ausstellungen genutzt wird und von öffentlichen Parkanlagen umgeben ist.

Das Anwesen stammt aus dem 18. Jahrhundert, als der junge Dichter Johann Wolfgang von Goethe hier mit seiner ersten Liebe Lili Schönemann einen Sommer verbrachte und auf der Nordseite ein nach ihr benannter Garten steht.

Ende des 19. Jahrhunderts erhielt der Palast von dem wohlhabenden Geschäftsmann Adolf von Büsing seine neobarocke Architektur. Nachdem er im Zweiten Weltkrieg von Bomben getroffen worden war, konnte er erst in den 1980er Jahren vollständig restauriert werden.

Während des Sommers gibt es eine Reihe von Konzerten im Innenhof, zum Beispiel beim Main World Music Festival Anfang Juli.

4. Deutsches Ledermuseum

Offenbach hat seit Ende des 18. Jahrhunderts eine Lederindustrie und ist daher genau der richtige Ort für ein Museum über Leder und seine Anwendungen auf der ganzen Welt.

Das Museum ist jetzt mehr als ein Jahrhundert alt und zeigt Meisterwerke des Lederdesigns vom Mittelalter bis zur Gegenwart.

Sie können Rüstungen, Schilde, Masken, Koffer von Napoleon und Kaiserin Joséphine sowie fein gearbeitete Stücke von Louis Vuitton durchstöbern.

Es gibt auch eine ethnografische Sammlung von Lederwaren aus Amerika, Afrika und Asien, mit Artefakten wie Schattenpuppen aus Südostasien und einem feierlichen Kleid der nordamerikanischen Lakota.

Das Deutsche Schuhmuseum ist eine separate Kollektion und umfasst mehr als 15.000 Schuhe, vom römischen Legionärsstiefel bis zu Seidenschuhen, die der hessische Adel im 18. Jahrhundert trug.

5. Waldzoo Offenbach

An Offenbachs südlicher Grenze befindet sich ein Tierpark für überwiegend europäische Hausarten.

Der Zoo ist stolz auf die Interaktion, und Sie können sogar Tüten mit Futtermitteln am Eingang kaufen.

Neben unbefestigten Wegen im Wald gibt es große Koppeln für Schottische Hochlandrinder, Hausschweine, Ziegen und Schafe.

Kinder werden die kleinen Shetlandponys lieben, die kaum bis zur Taille kommen.

Der Zoo dient auch als Rettungszentrum für unerwünschte exotische Haustiere wie Schildkröten, Papageien und Nymphensittiche. Zwei der eher exotischen Wildarten sind Capybaras und Kängurus.